Autopflege Ratgeber · Lackschäden · 1150 Wien
Nicht jeder Kratzer braucht den Lackierer. So erkennen Sie, was sich wegpolieren lässt.
Ob ein Kratzer im Autolack sich entfernen lässt, hängt von seiner Tiefe ab. Feine Kratzer und Swirls im Klarlack lassen sich wegpolieren, Kratzer bis zum farbigen Basislack brauchen eine Lackierung oder Smart Repair. Der Fingernagel-Test gibt schnell Aufschluss: Bleibt der Nagel hängen, sitzt der Schaden zu tief für die Politur.
Stand: Juli 2026
Man unterscheidet drei Tiefen: feine Swirls und Waschkratzer nur im Klarlack, tiefere Kratzer bis in den Klarlack sowie Kratzer, die bis zum farbigen Basislack oder zur Grundierung reichen. Je tiefer der Kratzer, desto aufwendiger die Reparatur.
Der Autolack besteht aus mehreren Schichten: Grundierung, farbiger Basislack und darüber der transparente Klarlack. Die meisten Alltagskratzer betreffen nur den Klarlack und lassen sich korrigieren. Erst wenn Farbe oder Grundierung sichtbar werden, ist der Schaden ein Fall für den Lackierer.
Der Fingernagel-Test hilft: Fahren Sie mit dem Fingernagel quer über den Kratzer. Bleibt der Nagel deutlich hängen, ist der Kratzer zu tief für die Politur. Gleitet er darüber hinweg, sitzt der Schaden im Klarlack und lässt sich meist wegpolieren.
Ein weiteres Indiz ist die Farbe im Kratzer. Schimmert es weißlich oder farbig, ist der Basislack oder die Grundierung erreicht. Bleibt der Kratzer in der Lackfarbe, betrifft er nur den Klarlack. Bei Unsicherheit hilft eine kurze Begutachtung im Fachbetrieb.
Wegpolieren lassen sich alle Kratzer, die nur den Klarlack betreffen: Swirls, Waschkratzer, feine Wischspuren und Hologramme. Eine maschinelle Politur trägt eine hauchdünne Schicht ab und glättet die Oberfläche, bis der Kratzer verschwindet.
Je nach Tiefe reicht eine einstufige Politur oder es braucht eine mehrstufige Lackkorrektur. Wichtig ist, dass genug Klarlack vorhanden ist, denn dieser ist nur rund 0,04 bis 0,06 Millimeter dick. Eine professionelle Autopolitur entfernt die Kratzer sicher, ohne den Lack zu überlasten.
Eine Lackierung ist nötig, wenn der Kratzer bis zum farbigen Basislack oder zur Grundierung reicht. Dann lässt sich die Stelle nicht mehr auspolieren, sondern muss neu lackiert werden, punktuell per Smart Repair oder als Teillackierung des Bauteils.
Tiefe Kratzer sollten zeitnah versorgt werden, denn an freiliegenden Stellen kann Feuchtigkeit Rost verursachen. Bei kleinen Schäden genügt oft eine Autolackierung per Smart Repair, die nur die betroffene Stelle behandelt und farblich exakt angleicht.
Bei feinen Kratzern können Politurpasten von Hand kleine Erfolge bringen. Bei der Maschine ist Vorsicht geboten: Zu viel Druck oder falsche Pads brennen den Lack durch. Tiefe Kratzer lassen sich mit Hausmitteln nicht beheben, hier hilft nur der Profi.
Zahnpasta und Politurstifte kaschieren allenfalls, korrigieren aber nichts dauerhaft. Wer selbst zur Poliermaschine greift, riskiert an Kanten schnell einen Durchschliff, der eine teure Lackierung nötig macht. Bei sichtbaren oder mehreren Kratzern ist die professionelle Aufbereitung die sichere und oft günstigere Wahl.
Kratzern beugt man mit schonender Handwäsche, dem Verzicht auf Waschstraßen mit harten Bürsten und einer Versiegelung vor. Auch das Vermeiden von trockenem Abwischen und die richtige Wasch-Technik mit sauberen Handschuhen schützen den Lack.
Die meisten Swirls entstehen beim Waschen, nicht im Verkehr. Wer auf schonende Autowäsche setzt und den Lack versiegeln lässt, reduziert neue Kratzer deutlich. Eine Keramikversiegelung macht die Oberfläche zusätzlich widerstandsfähiger gegen feine Waschkratzer.
Nein. Reicht der Kratzer bis zum farbigen Basislack, hilft keine Politur mehr. Dann ist eine Lackierung oder Smart Repair nötig. Nur Klarlack-Kratzer lassen sich auspolieren.
Zahnpasta kann feine Kratzer kurzzeitig kaschieren, korrigiert sie aber nicht dauerhaft. Für ein echtes Ergebnis braucht es eine fachgerechte Politur.
Feine Kratzer entfernt eine Politur ab 299 Euro. Tiefe Kratzer, die eine Lackierung brauchen, werden individuell nach Aufwand kalkuliert. Ein Foto per WhatsApp genügt für eine erste Einschätzung.
Diese Swirls entstehen meist in Waschstraßen mit harten Bürsten oder durch trockenes Abwischen. Auf dunklen Lacken sind sie im Sonnenlicht besonders sichtbar.
Sie schützt vor feinen Waschkratzern, nicht vor tiefen mechanischen Schäden wie Steinschlag. Für maximalen Schutz vor Steinschlag ist eine Lackschutzfolie die stärkere Lösung.
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